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Schatztruhe

Minijobber: Von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen?

29.10.2013
Fast sieben Millionen Deutsche arbeiten im Minijob (450 Euro). Viele lassen sich von der seit Jahresbeginn geltenden Rentenversicherungspflicht befreien. Sie verzichten jedoch auf mehr als "nur" eine höhere gesetzliche Rente.

Der zu zahlende Eigenbeitrag zur Rentenversicherung liegt derzeit bei 3,9 % bzw. monatlich 17,55 Euro bei 450 Euro Verdienst. Wenn sich Minijobber nicht per Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, steigt die zu erwartende Rente zwar nur geringfügig an; die Höhe der späteren Altersrente ist aber nur ein Aspekt.

Denn pflichtversicherte 450-Euro-Jobber haben ebenso wie Vollzeitbeschäftigte einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung in Form einer betrieblichen Altersvorsorge und sind bei der Riester-Rente unmittelbar förderberechtigt. Zudem können sie durch weitere Beitragsjahre ggf. früher eine gesetzliche Altersrente beziehen.

Desweiteren erwerben pflichtversicherte Minijobber einen Anspruch auf Reha-Maßnahmen und verbessern ihren Rentenanspruch im Erwerbsminderungsfall.

Bevor sich ein Minijobber von der Rentenversicherungspflicht befreien lässt, sollte er die genannten Punkte für sich gründlich abwägen und zur Entscheidungsfindung evtl. einen Fachmann hinzuziehen.

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